Die 1990er

Das Werk Elsterwerda

Deutschland steht 1990 ganz im Zeichen der Wiedervereinigung. Der Mehrwertsteuer-Satz liegt noch bei bescheidenen 14%. Helmut Kohl ist der Kanzler der vereinten Republik. Und mit dem grünen Punkt wird im ganzen Land fleißig Recycling betrieben. VORMANN nutzt die Chancen in den neuen Bundesländern mit dem Erwerb eines Produktionsstandorts in Elsterwerda / Brandenburg.

1992 wird Bill Clinton der 42. Präsident der Vereinigten Staaten. Im gleichen Jahr tritt Ulf Günther, Vertreter des Familienzweigs Bernhard Vormann, in das Unternehmen ein. In Elsterwerda nimmt man nach der Sanierung des Betriebs 1991 die Produktion auf – mit neuen Produkten und dem Ausbau des Riegelsortiments wird die Produktpalette von VORMANN erweitert.
Erinnern Sie sich? Ein gewisser Michael Schumacher absolviert 1992 seine erste Formel-1-Saison – und krönt diese mit seinem ersten Sieg beim Grand Prix von Belgien.

In den folgenden Jahren wird bei VORMANN weiter kräftig in die Modernisierung investiert. Zwei neue 160 to Stanzautomaten für die Standorte Ennepetal und Elsterwerda erweitern den Maschinenpark. 1995 wird in Elsterwerda das Vertriebszentrum Ost aufgebaut.
Das Geschäftsfeld „Industrie“ wird 1996 Bestandteil des Angebotsspektrums von VORMANN. Die Abteilung übernimmt die Produktion von Zeichnungsteilen für die verarbeitende Industrie.

1997 tritt Gerhard Vormann in den Ruhestand. Thomas Vormann und Ulf Günther werden zu Stellvertretern der Geschäftsführung ernannt. Im Jahr 1998 beendet Gerhard Schröder die Ära Kohl.

Zum Ende des Jahrzehnts stehen die Zeichen weltweit auf Globalisierung. In Europa wird 1999 der Euro als Buchgeld eingeführt. VORMANN gründet eine eigene Vertriebsgesellschaft in Südafrika. Mit einem Repräsentanzbüro in Peking will das Unternehmen die Möglichkeiten auf dem chinesischen Markt ausloten.
Im Sport endet das Jahrzehnt mit einem spektakulären Rücktritt: Steffi Graf beendet am 13. August ihre sagenhafte Karriere.