Die Chronik zum Jubiläum

Ein Unternehmen, das 150-jähriges Jubiläum feiert, hat Geschichte durchlebt und Geschichte gemacht. Hier stellen wir die wichtigsten Stationen der Unternehmenshistorie vor und führen, Jahrzehnt für Jahrzehnt, durch die vergangenen 150 Jahre bei VORMANN. So wird deutlich, wie aus der kleinen Schmiede mit wenigen Mitarbeitern ein Unternehmen wuchs, das heute Produkte für Verbindungstechnik millionenfach für Kunden in aller Welt produziert.

In der Chronik können Sie – Jahrzehnt für Jahrzehnt – die Unternehmenshistorie von VORMANN im Kontext geschichtlicher Ereignisse mitverfolgen.

Die „Meilensteine“ markieren Jahre mit besonderer Bedeutung für’s Unternehmen – ob Anekdote oder ein herausragendes Ereignis, hier können Sie die Highlights aus 150 Jahren nachlesen.

In regelmäßigen Abständen veröffentlichen wir weitere Geschichten aus der Geschichte – lassen Sie sich überraschen!

1863: Gründerzeit in Deutschland

 

In London beginnt das Jahr 1863 mit einem Meilenstein des öffentlichen Nahverkehrs: Am 10. Januar wird die erste U-Bahn-Linie der Welt, die Metropolitan Line, dem Betrieb übergeben.

In Deutschland herrscht Gründerstimmung. Barmen, heute ein Stadtteil von Wuppertal, wird die Wiege eines Weltkonzerns: Friedrich Bayer und Johann Friedrich Weskott gründen das Unternehmen „Friedr. Bayer et comp.“, aus dem das Unternehmen Bayer AG hervorgeht.

Wenige Kilometer weiter östlich, im Heilenbecker Tal, wird auch Ludwig Vormann zum Unternehmer. Im Alter von 40 Jahren gründet er eine Schmiedewerkstatt. Mit zwei Tagelöhnern beginnt er die handwerkliche Fertigung von geschmiedeten Scharnieren, Kistenbändern, Schwalbenschwanzbändern sowie aufliegenden, gebogenen und gekröpften Bändern.

Die Gründung der Schmiede fällt in eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs im damaligen Kaiserreich: Die Region rund um Wuppertal wächst zum größten Wirtschaftszentrum des Kaiserreichs heran – gute Ausgangsbedingungen für Gründer, die mit Mut, Tatkraft und Know-how Unternehmen an den Start bringen.

Schauen wir noch einmal nach London, denn 1863 steht im Zeichen eines weiteren wichtigen Ereignisses, wenn auch für die Sportgeschichte. Am 26. Oktober wird der erste Fußballverband der Welt gegründet, die Football Association.

Erfolgreich ins neue Jahrhundert

Am 14. April 1900 eröffnet der französische Staatspräsident Loubet die Weltausstellung in Paris. Der Dieselmotor, der Tonfilm und die Rolltreppe werden in diesem Rahmen erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 19. Juli wird die erste Pariser Metro-Strecke in Betrieb genommen.

Im Heilenbecker Tal ist die Fertigung bei VORMANN zu einer richtigen kleinen Fabrik geworden. Die Produktion wächst stetig. Das liegt auch an den Aktivitäten des Chefs: August Vormann übernimmt den Außendienst höchstpersönlich, bereist alle Teile Deutschlands und die Schweiz und kommt stets mit gut gefüllten Auftragsbüchern nach Hause. Die Nachfrage nach Scharnieren, Kistenbändern und Beschlägen nimmt zu – und VORMANN liefert in ganz Deutschland.

Es sind spannende Zeiten auf der Welt: 1903 starten die Gebrüder Wright zum ersten gesteuerten Motorflug. 1904 beschließen Charles Rolls und Henry Royce, gemeinsam Automobile zu verkaufen. 1906 treibt der Hauptmann von Köpenick, Wilhelm Voigt, in Berlin sein Unwesen.

In der Fabrik von VORMANN in Ennepetal werden die Produktionsbedingungen stetig verbessert. 1907 wird die erste Stromerzeugungsanlage in Betrieb genommen. Bis dahin hatten die Arbeiter ihren Job noch im Licht von Petroleum-Lampen erledigen müssen.

Von 1910 bis 1920

Die ganze Welt fiebert beim Wettlauf zum Südpol mit: Der norwegische Forscher Roald Amundsen erreicht am 14. Dezember 1911 als erster Mensch den Südpol.

1912 steht im Zeichen eines Ereignisses, das noch heute als Kinohit die Menschen bewegt: Der Untergang der Titanic.

In den USA setzt Henry Ford Zeichen in der Automobilindustrie. Mit dem ersten Automobil, das ab 1914 in Fließbandfertigung entsteht: Dem Modell „T“, der „Tin Lizzy“.

1911 wird auch in Ennepetal bei VORMANN ein neuer Fabrikationsbetrieb gebaut. Schon 1910 wurde zu diesem Zweck ein 10 Morgen großes Grundstück mit eigenem Wasserrecht erworben. Die Wasserkraft wird zur Energieversorgung des Werkes genutzt – eine Turbine liefert je nach Wasserstand 20 bis 50 PS.

Die blühenden Geschäfte, sowohl in der Fabrikation von Beschlägen und Scharnieren als auch die Gastronomie, werden ab 1914 überschattet von den Auswirkungen des 1. Weltkriegs.

Während dieser Zeit werden in der Fertigung auch Frauen angelernt, da wegen der Rekrutierung zum Kriegseinsatz Mangel an Arbeitskräften herrscht.

Die Zwanziger Jahre



Mit einem turbulenten Jahr enden die Zwanziger des letzten Jahrhunderts.

In Hollywood werden zum ersten Mal die Academy Awards, heute bekannt unter dem Namen „Oscar“, an Filmschaffende vergeben. Tim und Struppi erblicken das Licht der Comicwelt. Erich Kästner veröffentlicht seinen Roman „Emil und die Detektive“. Die Wirtschaft leidet weltweit unter einer Krise, deren Höhepunkt am 25. Oktober des Jahres als ”Schwarzer Freitag“ in die Geschichte eingeht.

In Ennepetal wird weiter an neuen Produkten und Produktionsverfahren getüftelt. So erhält VORMANN 1929 das Reichspatent für die von Bernhard Vormann entwickelte elektromechanische Fertigungsweise der Gardinenringe.

Am Himmel über Deutschland bestimmen die Luftschiffe von Graf Zeppelin das Bild der Luftfahrt. Und eine Woche vor Weihnachten wird der erste in Deutschland produzierte Tonfilm "Melodie des Herzens" mit Willy Fritsch in Berlin aufgeführt.

 

Zurück zum Kerngeschäft: Die 30er Jahre bei VORMANN

Bauarbeiten 1939

Die Welt hat noch mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu kämpfen – und dennoch gibt es Grund, positiv nach vorn zu blicken. 1930 wird Max Schmeling erster deutscher Boxweltmeister im Schwergewicht.

Bei VORMANN bekommt man den Konkurrenzdruck in der Produktion von Gardinenringen zu spüren. Also konzentriert man sich auf die Stärken des Unternehmens und beginnt, das ursprüngliche Kerngeschäft wieder auszubauen: Die Scharnier-Produktion. Die Jahre 1933 und 1934 stehen ganz im Zeichen der Investitionen in diesen Bereich. Das Unternehmen beschafft neue Maschinen, zur Energieversorgung des Werks wird eine Turbine installiert. Der Erfolg bleibt nicht aus: Schon 1935 übersteigt der Umsatz mit Baubeschlägen wieder die Zahlen aus dem Bereich der Gardinenring-Produktion. Von 1935 bis 1939 wächst die Zahl der produzierten Schwalbenschwanz-Bänder von jährlich 180.000 auf über 400.000.

Das Wachstum macht auch eine Erweiterung des Betriebes notwendig, der 1936 durch den Neubau eines Büro- und Versandgebäudes abgeschlossen ist. Mehr als 50 Mitarbeiter stehen mittlerweile in Diensten der Firma.

Am 23. Juli 1937 stirbt der Namensgeber des Unternehmens, August Vormann. Seine Nachfolge treten Alma, Bernhard und Gustav Vormann an und führen das Unternehmen im Sinne der Familie weiter.

VORMANN HEUTE

Das komplette Produktprogramm für Scharniere und Beschläge finden Sie unter www.vormann.com. Informationen zu individuellen Sonderanfertigungen für Industriekunden haben wir auf der Seite www.vormann-industrie.de zusammengefasst. Alles zum Thema Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik finden Sie unter www.vormann-beschaffung.de.

Kontakt

  • August Vormann GmbH & Co. KG

    Heilenbecker Straße 191-205

    D-58256 Ennepetal
  • Tel: 02333 / 978 - 0

  • Fax: 02333 / 978 - 241599 
  • E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  
  • Impressum / Datenschutz