Produktentwicklung: Qualität steckt im Detail

Produktentwicklung für Riegel, Scharniere und Beschläge bei VORMANN

Großwaschmaschinen, bei denen Türen über 180 Grad öffnen. Die Heckklappe eines Van-Modells. Oder neue, funktionale Möbel – das sind die Produkte, für die das Know-how von VORMANN bei der Herstellung von Scharnieren gefragt ist.  

Es sind bereits mehr als 4.000 Artikel, die das Sortiment von VORMANN bilden. Ausgreift, bewährt, und für viele Einsatzzwecke. Und doch wird die Entwicklungsabteilung immer wieder vor neue Aufgaben gestellt: Um passende Lösungen für neue Produkte zu gestalten.

Ein starkes Standbein im Portfolio von VORMANN ist der Bereich der Sonderanfertigungen. Für Industriekunden entwickelt und realisiert VORMANN Lösungen – auch in Kleinserien. Der Anteil dieses Produktionsbereiches liegt bei 15 bis 30 Prozent.

Sonderanfertigungen stellen die Ingenieure bei VORMANN immer wieder vor Herausforderungen. Dabei reicht die Bandbreite der Branchen, für die VORMANN spezielle Lösungen entwickelt, von der Möbelindustrie über Medizintechnik, Automotive bis hin zu Elektrotechnik.

VORMANN leistet im Bereich der Sonderanfertigungen ganze Arbeit in der Prozesskette. Für Kunden, die nur eine Produktidee haben, entwickeln die Ingenieure bei VORMANN Verbindungslösungen komplett – optimal abgestimmt auf die gewünschte Funktionalität eines Objektes. Haben Kunden bereits konkrete Vorstellungen, wie ein Verbindungselement aussehen soll, prüfen die Spezialisten bei VORMANN die Machbarkeit des Elements, planen die Fertigung und stimmen Prototypen mit dem Kunden ab.

In jedem Fall profitieren Auftraggeber aus der Industrie von der Erfahrung und dem Produktions-Know-how bei VORMANN: Denn oft sind es winzig kleine Verbesserungen, die für den Hersteller und den Kunden als Nutzer einen Vorteil bringen. Ganz zu schweigen von der Qualität der Elemente, die zum größten Teil "Made in Germany" sind.

Marktbearbeitung international – mit Pragmatismus

Vormann Weltkarte 04

Die internationale Expansion bei VORMANN war reines People’s Business: Geplant wurde wenig, sondern die Exportabteilung checkte Märkte eher pragmatisch. „Nehmen wir als Beispiel Dänemark: Grobgerechnet 10 Millionen Einwohner müssten einen bestimmten Bedarf an Produkten für Verbindungstechnik haben. Wenn man jedoch die Produkte, die im dänischen Markt nachgefragt werden, nicht im Portfolio hat, nützt die beste Analyse nichts“, erklärt Rolf Westermann, verantwortlich für den Bereich Export bei VORMANN, die Vorgehensweise bei der Akquisition in neuen Märkten.

Ein Grund für die Präsenz in ausländischen Märkten war die Expansion der Baumarktketten in Europa – VORMANN als Lieferpartner war somit auch in neuen Märkten präsent.

Andere Länder, andere Beschläge

Um in den europäischen Märkten erfolgreich sein zu können, musste die Vertriebsorganisation in Ennepetal anfangen, international zu denken. Dazu gehörte natürlich, dass die Info-Materialien zu den Produkten in Fremdsprachen adaptiert wurden. Doch auch mit landestypischen Eigenarten hatte sich VORMANN auseinanderzusetzen. „Noch mal das Beispiel Dänemark: Dort gehen Fenster nach außen auf – im Gegensatz zum heimischen Markt, wo Fenster im Allgemeinen nach innen geöffnet werden. Das bedeutet: Sämtliche Beschläge zur Fenstersicherung, die in Deutschland vertrieben werden und den hiesigen Normen entsprechen, waren für den Markt unserer nördlichen Nachbarn quasi unbrauchbar,“ beschreibt Westermann die Situation, die VORMANN zu Beginn der internationalen Aktivitäten Anfang der 90er in Skandinavien vorfand.

Weitere landestypische Produkte waren zunächst nicht im Produktportfolio von VORMANN zu finden. So wurde von Land zu Land abgestimmt, ob landestypische Artikel in die Produktion aufgenommen werden oder nicht. Eine Entscheidung, die oft von den zu erwartenden Stückzahlen in den jeweiligen Ländern bestimmt wurde. Denn Voraussetzung für die Aufnahme in die Produktion war eine wirtschaftliche Losgröße, die man in einem neuen Markt absetzen konnte.

Zudem waren die uneinheitlichen Maßeinheiten eine Herausforderung: In den nordeuropäischen Ländern wurden häufig Produkte hergestellt und genutzt, die sich am Inch- oder Zoll- System orientierten. Da Kunden und Verarbeiter diese Maßeinheiten gewohnt waren, konnten Produkte, die mit metrischen Maßen arbeiteten, nicht in diesen Märkten platziert werden.

Startbahn für Verbindungstechnik

Intern wird es Werk 2 genannt. Dabei ist es bei genauer Betrachtung gar kein Werk, in dem produziert wird. Sondern das Herzstück der Logistik des Unternehmens: Das Hochregallager im Industriegebiet Oelkinghausen.

Das stetige Wachstum bei VORMANN erforderte im Lauf der Zeit auch immer mehr Lagerkapazität. Während zunächst Ausweichlagerflächen in den Nachbarstädten Schwelm und Gevelsberg genutzt wurden, fiel zu Beginn der 80er Jahre die Entscheidung, einen neuen, modernen und zukunftsfähigen Lagerstandort zu bauen.
1983 war es dann so weit: Im Gewerbegebiet Oelkinghausen entsteht auf einem 14.000 qm großen Grundstück ein Logistikzentrum, das als Hochregallager konzipiert und bereits zu dieser Zeit EDV-gesteuert wurde.   

Von hier aus erfolgt der zentrale Versand der Produkte von VORMANN für einen wachsenden Markt: Die Belieferung von Fachhandel, Fachbaumärkten und der ausländischen Vertretungen von VORMANN in den europäischen Nachbarländern kann mit moderner Technologie effizienter, flexibler und schneller gestaltet werden.

Heute ist das Logistikzentrum quasi die Startbahn für VORMANN-Produkte in alle Welt: Denn neben dem deutschen Markt können dank der technischen Voraussetzungen auch die besonderen Anforderungen in den Märkten Osteuropas besser erfüllt werden. Zu diesen Anforderungen gehört zum Beispiel die individuelle Etikettierung von Produkten für den russischen Markt, in dem VORMANN seit Jahren erfolgreich operiert. Mit der Investition in das Logistiksystem stellte VORMANN früh die Weichen für Wachstum über den deutschen Markt hinaus – eine Entscheidung, die Basis für langfristige Wettbewerbsfähigkeit und ein hohes Maß an Serviceorientierung für Marktpartner darstellt.

Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement durch Werkerprüfung

Wir wissen nicht, welche Kriterien Kunden an die Scharniere stellten, die Ludwig Vormann 1863 in seiner Schmiede herstellte. Produktqualität war jedoch sicher einer der Gründe für den dauerhaften Erfolg des Unternehmens – über 150 Jahre hinweg. 

Heute sind die Anforderungen an Produktqualität klar definiert. Aus diesem Grund hat VORMANN ein Qualitätsmanagement-System eingeführt, das vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt lückenlos den Produktionsprozess überwacht und somit Garant für funktionale, langlebige Produkte wird. 

„Für den Bereich unserer Sonderanfertigungen ist unser Qualitätsmanagement-System heute Voraussetzung für reibungslose Kooperation mit Auftraggebern“, beschreibt Dieter Wolfart die Bedeutung dieses Arbeitsbereiches. Im Fokus steht der Kernprozess: Die Fertigung des Produktes. Von der Kundenanfrage über die spezifischen Anforderungen an das Produkt, Machbarkeitsanalyse, Vorserienproduktion bis hin  zu Prozessfreigabe sind alle Schritte der  Qualitätsprüfung und -überwachung festgelegt. 

„Qualität kann ich nur produzieren“, weiß Wolfart aus Erfahrung. Daher ist ein wichtiger Bestandteil des QM-Systems  die so genannte Werkerselbstprüfung. Die Verantwortung für die Qualität in der laufenden Produktion übernehmen die Mitarbeiter in der Fertigung. Die notwendige Unterstützung liefert ein CAQ-System. „In diesem System werden für die Artikel, die wir produzieren, Prüfgänge angelegt“, erklärt Wolfart. Prüfgänge werden dem Mitarbeiter direkt in der Produktion über ein EDV-System bereitgestellt.

Bei der Einführung der Werkerselbstprüfung wurden alle Mitarbeiter intensiv geschult. Für jeden Artikel steht ein umfassender Prüfplan zu Verfügung. Dieser Prüfplan, der an Terminals in der Produktion elektronisch bereitgestellt wird, gibt genau vor, welche Qualitäts-Parameter vom Mitarbeiter zu überwachen sind.Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine weiteren Maßnahmen der Qualitätssicherung  gibt. Die „Prüfung der Prüfung“ wird an drei so genannten Masterplätzen durchgeführt.

Das System erstellt tagesaktuell Berichte über alle Abweichungen, die innerhalb des Produktionsprozesses auffallen.

Auf diese Weise stell VORMANN sicher, dass ein wichtiges Ziel jeden Tag auf’s Neue erreicht wird: Optimale Qualität bei jedem Artikel, der das Werk verlässt.

VORMANN HEUTE

Das komplette Produktprogramm für Scharniere und Beschläge finden Sie unter www.vormann.com. Informationen zu individuellen Sonderanfertigungen für Industriekunden haben wir auf der Seite www.vormann-industrie.de zusammengefasst. Alles zum Thema Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik finden Sie unter www.vormann-beschaffung.de.

Kontakt

  • August Vormann GmbH & Co. KG

    Heilenbecker Straße 191-205

    D-58256 Ennepetal
  • Tel: 02333 / 978 - 0

  • Fax: 02333 / 978 - 241599 
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